Kuratorium Theater, Tanz, Performance

Die Ergebnisse der Einreichungen für Projektförderung 
von Jänner bis August 2010

Insgesamt wurden 194 Projekte eingereicht. Davon konnten 179 begutachtet werden. Die restlichen Einreichungen waren entweder zurückgezogen worden, zu spät oder wiesen unzureichende Angaben auf. Das hierfür beantragte Fördervolumen ergibt eine Summe von rund 5,5 Millionen Euro.

Für Projektförderung sowie für Ein- und Zweijahresförderungen stehen auch 2010 wieder 2,5 Millionen Euro zur Verfügung. Auf Grund der zum Jänner-Termin 2009 empfohlenen Summe der KuratorInnen (1. Februar 2007- 31. Mai 2009) in der Höhe von 1.072.000 Euro bleiben für die Projekt-Empfehlungen (Termine: 15. Juni 2009 für Projekte von Jänner bis August 2010 sowie 15. Jänner 2010 für Projekte von September bis Dezember 2010) insgesamt 1.428.000 Euro. 
Diese teilen sich in folgende Fördertranchen: 915.000 Euro für die Empfehlungen vom Einreichtermin 15. Juni 2009 und 513.000 Euro für die Projekt-Empfehlungen vom 15. Jänner 2010 (September bis Dezember 2010).

Beim aktuellen Fördervorgang (Projekte für Jänner bis August 2010) empfehlen die KuratorInnen 70 Projekte für einen Produktionskostenzuschuss seitens der Kulturabteilung der Stadt Wien mit einem Fördervolumen von gesamt 915.000 Euro.
Von den 70 empfohlenen Projekten weisen 53 Prozent (37 Projekte) Frauen als künstlerische Leiterin oder im künstlerischen Leitungsteam auf. Nachwuchs-Projekte machen 37 Prozent aus. Knapp ein Viertel der empfohlenen Projekte sind Ersteinreichungen. (Zur starken Fokussierung vor allem auf Nachwuchsprojekte sowie Neueinreichungen vgl. auch das Leitbild zur Wiener Theaterreform, S. 2: "Neben der Erhaltung traditioneller Strukturen sollen neue, zeitgenössische Formen und Produktionsweisen, die zur Weiterentwicklung und Ausdifferenzierung der darstellenden Kunst beitragen, verstärkt gefördert werden." Zur Nachwuchsförderung vgl. ebenda, S. 4: "Freies Theater definiert sich heute [...] als notwendiges Instrument der Nachwuchsförderung und personellen Erneuerung einer großstädtischen Theaterlandschaft.")

Schauspiel und Tanz halten einander nahezu die Waage mit 27 beziehungsweise 24. 44 Prozent der Projekte liegen im Bereich Performance, davon liegen 14 an der Schnittstelle zum Tanz und 4 an der Schnittstelle zum Schauspiel. 11 Projekte sind aus dem Bereich Theater für junges Publikum (Kinder- und Jugendtheater). 7 Projekte (10 %) kommen aus dem Bereich Musiktheater. Ebenfalls 10 % der empfohlenen Projekte sind aus dem Bereich Figurentheater. 11 Projekte (15 %) haben transdisziplinären Ansatz. 7 Projekte weisen installativen Charakter auf oder sind performative Installationen, davon einige aus dem Bereich Kunst im öffentlichen Raum (vgl. dazu das Leitbild zur Wiener Theaterreform, S. 4: "Freies Theater definiert sich heute [...] - als Chance, mit der temporären Nutzung neuer Räume der darstellenden Kunst Spielmöglichkeiten jenseits ihrer angestammten Reservate zu eröffnen oder mit Konzepten für ein site specific theatre ihre künstlerische Praxis in den öffentlichen Raum auszudehnen [...]"). 

Ein weiteres Hauptaugenmerk liegt auf der transdisziplinären Wahrnehmung der Projekte. Wir setzen dabei unter Verweis auf das Leitbild zur Wiener Theaterreform - "Eine verantwortungsvolle Pflege des kulturellen Erbes schließt die Auseinandersetzung mit der Gegenwart, mit zeitgenössischen Themen und neuen Formen des künstlerischen Ausdrucks an zentraler Stelle mit ein." - auf Zeitgenossenschaft, Nachwuchs und die Kraft der Generationen. Wichtig ist uns dabei, unterschiedliche ästhetische Positionen aus dem künstlerischen Angebot in dieser Stadt sichtbar zu machen.

Schließlich ist uns in der Beurteilung der Einreichungen von Wichtigkeit, Projekte von hoher Qualität und Professionalität sowohl im künstlerischen als auch im administrativ-organisatorischen Bereich (siehe Leitbild zur Wiener Theaterreform, S. 7) für einen Produktionskostenzuschuss durch die Kulturabteilung der Stadt Wien zu empfehlen.

Der aktuelle Stand bezüglich der Ein- und Zweijahresförderungen (ab 2009) sowie der Vierjahresförderungen (Konzeptförderungen von 2009 bis 2013) ist nachzulesen unter: www.kuratoren-theatertanz.at/empfehlungen sowie http://culturebase.org/home/igft-ftp/gift309.pdf (gift - zeitschrift für freies theater, Juli-September 2009, S. 34ff.)

Wien, 30. September 2009
Andrea Amort, Angela Heide, Jürgen Weishäupl 

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Die Empfehlungen für das Jahresbudget 2010 umfassten 2 unterschiedliche Förder-Termine, 
jedoch 4 zusammengesetzte Förder-Beträge in einem Gesamtvolumen von 2.500.000 Euro. 
Die Zusammensetzung sieht wie folgt aus:
 

  • 2-Jahres-Empfehlungen für den Zeitraum von September 2009 bis einschließlich Dezember 2010 (d. h. de facto 1,5 Jahre aufgrund der Umstellung von Saison auf Kalenderjahr): siehe dazu die Empfehlungen aus dem Jänner 2009 der Kuratoren Theater & Tanz 2007-2009; insg. 650.000 Euro (von 2.500.000 Euro Gesamtjahresbudget) für 8 Empfehlungen
  • 1-Jahres-Empfehlungen von September 2009 bis einschließlich August (!) 2010 (Förderzeitraum "alt): siehe dazu die Empfehlungen aus dem Jänner 2009 der Kuratoren Theater & Tanz 2007-2009; insg. 422.000 Euro (von 2.500.000 Euro Gesamtjahresbudget) für 14 Empfehlungen
  • Projekt-Empfehlungen für den Zeitraum von Jänner bis August 2010: siehe dazu die Empfehlungen aus dem Juni 2009 des Kuratoriums Theater | Tanz | Performance 2009-2011; insg. 915.000 Euro (von 2.500.000 Euro Gesamtjahresbudget) für 70 Empfehlungen
  • Projekt-Empfehlungen für den Zeitraum von September bis Dezember 2010: siehe dazu die Empfehlungen aus dem Jänner 2010 des Kuratoriums Theater | Tanz | Performance 2009-2011; insg. 513.000 Euro (von 2.500.000 Euro Gesamtjahresbudget) für 34 Empfehlungen

650.000+422.000+915.000+513.000 = 2.500.000 Euro 

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